Heizung

Biomasse Heizsysteme

Holz ist einer der ältesten Brennstoffe und dabei topaktuell. Als erneuerbare und umweltverträgliche Energiequelle überzeugt er vor allem durch seine neutrale CO2-Bilanz, denn beim Verbrennen wird nur so viel CO2 freigesetzt wie der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Holzheizsysteme funktionieren mit Pellets, Hackschnitzeln oder Stückholz. Unter Biomasse versteht man aber auch andere Materialien organischen Ursprungs, z.B. auch Dung oder Pflanzenreste. Diese Brennstoffe sind meist regional verfügbar, was die Transportwege verkürzt. 

Moderne Biomasseanlagen arbeiten vollautomatisch und sind mit Regelungs- und Sicherheitsvorrichtungen für einen zuverlässigen, effizienten und sicheren Betrieb ausgestattet. Sie erreichen ähnlich niedrige Emissionswerte wie hochwertige Heizungsanlagen für fossile Brennstoffe. Ein Nachteil ist der hohe Lagerbedarf. Für diese Art der Wärmeerzeugung ist eine BAFA-Förderung möglich. Erkundigen Sie sich bei uns nach den Voraussetzungen und Möglichkeiten.

Blockheizkraftwerke

Blockheizkraftwerke erzeugen elektrische Energie (Strom) und Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung. Sie sind am effektivsten in der Strom- und Wärmeerzeugung am Nutzungsort. Die Wärme lässt sich aber auch in ein Nahwärmenetz und überschüssige Energie gegen Vergütung ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Wirkungsvolle Speicher sind nötig, damit Wärme und Strom auch genutzt werden können, wenn sie nicht z.B. als Prozess- oder Abwärme anfallen. 

Als Mikro-BHKW sind die Kraftwerke inzwischen auch für das normale Einfamilienhaus energetisch und wirtschaftlich interessant. Ihre Stärken können BHKWs aber nach wie vor bei Gebäuden mit konstant hohem Wärmebedarf ausspielen – etwa in Schwimmbädern. Aber auch durch die Versorgung mehrerer Gebäude oder den Weiterverkauf von Wärme und Strom an angrenzende Abnehmer lässt sich die Wirtschaftlichkeit nochmals verbessern.

Gerne beraten wir Sie hinsichtlich der besten Nutzung eines BHKWs in Ihrem Privathaus oder Gewerbe. Unsere langjährige Erfahrung mit dieser Art der Strom- und Wärmeerzeugung wurde im März 2013 erneut von Viessmann bestätigt. Als „zertifizierter Partner für Mini-KWK-Systeme für Beratung, Planung und Auslegung“ gehören wir zu den ausgewählten Heizungsinstallateuren, die diese BHKWs bauen dürfen.

Wärmepumpen

Eine Wärmepumpe nutzt das kostenlose Wärmepotential des Erdreichs, des Grundwassers oder der Luft in Ihrer direkten Umgebung. Wie ein Kühlschrank seinem Innenraum entzieht die Wärmepumpe dem Außenbereich die Wärme und gibt sie als Heizenergie an das Haus ab. Die Wärmepumpen-Heizanlage umfasst auch noch den Speicher und die Anlage, mit der die Wärme im Haus verteilt wird und kann im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden. 

Für die Wärmegewinnung ist übrigens keine besonders heiße Umgebung nötig: Solange etwa die Temperatur der Außenluft über dem Siedepunkt des verwendeten Kältemittels liegt, liefert die Anlage Wärme. In einer Tiefe von 10m herrschen das ganze Jahr über die gleichen Temperaturen und machen Sie auch in unseren harten Wintern von Temperatur-Schwankungen unabhängig. 

Während die Wärmegewinnung kostenlos erfolgt, sind zur Verteilung der Wärme, zur Belüftung und zum Betrieb der Wärmepumpe Strom nötig. In dem kooperativen Forschungsprojekt GeoSol untersuchen wir mit der Hochschule Kempten die Energiespeicherung im Boden. Ziel ist es, durch den Einsatz in Kombination mit einer Photovoltaikanlage, die Effizienz der Wärmepumpe zu erhöhen und den Stromverbrauch gleichzeitig zu verringern. In einer solchen Kombination ist die Wärmepumpe eine wirtschaftlich und ökologisch interessante Form der Wärmegewinnung.